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Neues Buch über Psychotherapieschäden erschienen

Marie Faber

Seelenrisse auf Rezept

noch rechtzeitig zum 150. Geburtstag von Sigmund Freud am 6. Mai

Das Buch „Seelenrisse auf Rezept“ enthält den Erfahrungsbericht einer Patientin über ihre Psychoanalyse. Es geht um konkrete Psychotherapieschäden, ausgelöst durch den emotionalen Missbrauch einer Patientin (der Autorin) durch einen Psychoanalytiker, der gleichzeitig Lehranalytiker, Supervisor etc. ist. Marie Faber sieht in dem Psychotherapeuten, einem hochrangigen Ärztefunktionär, der in vielen berufs- und gesundheitspolitischen Organisationen Ämter und Funktionen innehat, zunehmend eine Vaterfigur, die ihr in der Kindheit fehlte. Als Bestrafung für fehlende Unterwürfigkeit katapultiert er seine Patientin in eine Opferrolle, in der er sie schonungslos misshandeln und ausnutzen kann. Sie erlebte in ihrer Therapie eindeutig negative Therapeuteneigenschaften und -verhaltensweisen wie Kälte und Zwanghaftigkeit, Führen eines ungleichen Machtkampfes, Überarbeitung, mehr Interesse für berufspolitische Ämter als für Patienten. Die Therapie wurde letztendlich durch den Therapeuten einseitig beendet.

Psychoanalysekritik hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Der 150. Geburtstag von Sigmund Freud am 6. Mai 2006 sollte nicht ausschließlich dazu genutzt werden, um Hymnen an die Psychoanalyse zu verkünden. Es ist ebenso an der Zeit, eine objektive Bilanz zu ziehen und die Risiken und Nebenwirkungen von mehrjährigen Psychoanalysen nicht mehr zu tabuisieren.

Die Psychoanalyse als renommierteste Therapieform wird noch heute von allen Krankenkassen finanziert. Sigmund Freud als intellektuell-ideologisches Referenzsystem hat noch lange nicht ausgedient. Ebenso wenig ist der hinter der Couch sitzende schweigende Therapeut ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert, möge er sich auch auf einen der Nachfolger Sigmund Freuds beziehen.

Die wenigen Studien über die Wirkung von Psychotherapieschäden beruhen überwiegend auf den Selbsteinschätzungen der Behandler. Auf zaghaften Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema werden Psychotherapieschäden heruntergespielt und in Form von Beispielen abweichenden unkonventionellen Behandlungsmethoden zugeschrieben. Vor Evaluationen, in denen Patienten zu Wort kommen, bestehen größte Ängste.  

Der Erfahrungsbericht „Seelenrisse auf Rezept“ ist ein Zeugnis davon, dass die Psychoanalyse, deren Anspruch es ist, die Menschen von ihren Wunden aus der Vergangenheit zu befreien, ihre Ziele verfehlen kann und erhebliche Schäden anrichten kann.

Im Rahmen einer Psychoanalyse sind Patient und Therapeut in der Regel dreimal wöchentlich in einer dyadischen Beziehung aufeinander bezogen, aus der die äußere Realität weitgehend ausgeklammert bleibt. Im Zuge der starken Bindung zum Therapeuten werden andere Beziehungen vernachlässigt oder abgebrochen. Oft werden solche Entwicklungen durch die methodenimmanente unklare Zielsetzung der Psychoanalyse begünstigt. In unendlichen Therapien haben die Beteiligten längst vergessen, weshalb der Patient ursprünglich den Analytiker aufsuchte.

Die Schädigung der Autorin durch ihre Therapie ist kein Einzelfall. Das Geschehen zeigt, dass durch die Psychoanalyse erwachsene Menschen, die im Beruf stehen und funktionierende Beziehungen haben, auf der Suche nach fachmännischer Unterstützung in kindliche Regressionen und Bedürftigkeiten gebracht werden.

Schonungslos schildert die Autorin anhand ihrer Erlebnisse Folgen der Therapieschäden in einem dann qualvollen Lebensalltag. Finanzielle Interessen der Behandler als fokussiertes Handlungsmotiv werden nachvollziehbar verdeutlicht.

Psychotherapieschäden sollte eine besondere Bedeutung beigemessen werden, weil Patienten gerade am Ort der Hoffnung, an dem sie Heilung erwarten, kaum wieder gut zu machendes Leid zugeführt wird, das in der Regel immer zu ihrer persönlichen Geschichte gehören wird.

Die Autorin Marie Faber macht mit ihrem Erfahrungsbericht auf die Risiken und Nebenwirkungen einer analytischen Psychotherapie aufmerksam und stellt die Methode an sich in Frage. Dieser aufwühlende authentische Bericht benennt verschwiegene Gefahren ausgedehnter strapaziöser psychoanalytischer Behandlungsstrecken. Anhand jahrelanger persönlicher Erfahrungen der Autorin werden die ungewollten qualvollen Folgewirkungen auf den Lebensalltag Betroffener menschlich berührend geschildert.

Das Buch enthält einen wertvollen Beitrag für alle Ratsuchenden, die zur Lebensbewältigung bisher nachhaltige Hilfe von der psychoanalytischen Methode erwarteten.

Marie Faber
Seelenrisse auf Rezept
pro literatur Verlag
ISBN 3-86611-092-8

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